Dienstag, 15. Januar 2008

Weihnachten in New York

Auch wenn es gefühlt schon wieder ne Ewigkeit her ist, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, wie ich Weihnachten in der Stadt der Städte verlebt habe.

Geflogen bin ich mit Sandra und Doreen. Die ersten zwei Nächte haben wir umsonst (Marriott sei Dank) in New Jersey verbracht. Es gab eine Bushaltestelle direkt vor dem Hotel und nach einer etwa 20 minütigen Busfahrt waren wir mitten im Geschehen.

Am ersten Tag haben wir uns direkt Tickets für die Doppeldecker Bustouren besorgt, um so etwas wie einen Überblick zu bekommen. Allerdings braucht man echt einige Zeit, sich an alles zu Gewöhnen. Am Anfang war New York die absolute Reizüberflutung. Menschenmassen auf den Bürgersteigen, nicht endendes Hupen der unzähligen Taxis, hohe Gebäude links und rechts, der Time Square mit all seinen Leuchtreklamen...man wusste kaum, wohin man zuerst gucken sollte.

Am 24. haben wir dann die Downtown Bustour gemacht und sind am Empire State Building ausgestiegen, um den Ausblick vom höchsten Gebäude der USA (nach 9/11) zu genießen. Normalerweise soll man wohl etwa zwei Stunden einrechnen, um den Weg nach oben zu machen. Tja...wir haben es in etwa 15 Minuten hochgeschafft ohne auch nur wirklich in einer Schlange zu stehen. Glück gehabt, als wir wieder unten waren, gab es eine Schlange, die bis auf den Bürgersteig um das Gebäude ging. Der Ausblick auf Manhatten war der Wahnsinn. Besonders beeindruckend fand ich die riesige Lücke mitten in Manhatten, wo sich der Central Park befindet. Abends waren wir dann bei einem gemütlichen Italiener essen, den uns der Küchenchef unseres Hotels empfohlen hat. War zwar nicht gerade günstig aber verdammt gut...und hey es war Heiligabend!!

Die dritte und vierte Nacht haben wir im Marriott East Side verbracht, was sich in Midtown Manhatten befindet, also keine Busfahrten mehr, sondern raus aus dem Hotel und mittendrin sein. Und dank Marriott zu einem guten Preis. Wir können echt von uns behaupten, aus den fünf Tagen das meiste rausgeholt zu haben, da wir eigentlich alle "standart" Sehenswürdigkeiten abgeklappert haben: Wir waren im Cenral Park, auf dem Empire State Building, mehrmals am Time Square, sind den Broadway entlanggelaufen, haben eine echt coole Bootstour der Skyline entlang und mit einem Stop an der Freiheitsstatue gemacht, warn am Rockefeller Center, im Museum of Natural History, hatten echte New York Pizza und Hot Dogs von der Straße, sind Subway gefahren (das hatten wir am Ende echt drauf), hatten den ein oder anderen verückten Taxi Fahrer (Achterbahn ist nichts dagegen...) und für mich ein persönliches Highlight: Wir waren im Les Halles essen, einem Restaurant von Anthony Bourdain, von dem ich mich durchaus als kleiner Fan bezeichnen würde! ;)

Natürlich haben wir auch Ground Zero gesehen, was zwar mitlerweile nur noch eine riesen Baustelle inmitten des Wallstreet Districts ist, aber schon bedrückend war, da man natürlich noch die Bilder von damals vor Augen hatte, mit all den Menschen die umgekommen sind.

Da wir drei Digicams dabei hatten, haben wir etliche Fotos geschossen. Ich habe mal eine kleine Auswahl zusammen gestellt und bei Picasa hochgeladen. Um zum Album zu kommen müsst ihr einfach auf das folgende Bild klicken:

Weihnachten 2007 in New York

Montag, 24. Dezember 2007

Merry Christmas



Wünsche allen die hier mitlesen und mich kennen ein frohes Weihnachtsfest.

Ich werde die Weihnachtstage in New York verbringen, wo ich heute angekommen bin und bis Donnerstag bleiben werde. Darüber gibts dann nen Bericht, wenn ich wieder da bin.

Also: Merry X-Mas everybody!!!

Montag, 26. November 2007

Besuch aus Deutschland

Bin zwar etwas spät mit meinem Bericht, aber wie schon im vorigen Post geschrieben, hatte ich ja vom 10. - 17. November zwei Freunde aus Deutschland zu Besuch in Atlanta. Wir hatten echt ne coole Woche zusammen und es war gut, nach über drei Monaten mal wieder bekannte Gesichter zu sehen. ...blöd war dann nur, sie nach einer Woche wieder gehen lassen zu müssen.

Bin leider heute etwas schreibfaul, deswegen poste ich einfach mal ein par Fotos:

Vanessa und ich im Centennial Olympiaparc:



Der Westin Tower, auf dem wir danach waren und bei einem Bier die Aussicht genossen haben:



Und ein par Fotos von unserem Ausflug zu Stone Mountain. Wer nicht weiß was Stone Mountain ist, hier eine kurze Erklärung: Stone Mountain ist der größte freiliegende Granitfels der Welt mit einer Höhe von 250 Metern und einen Umfang von mehr als acht Kilometern. Ausserdem befindet sich an seiner Nordwand das größte Basrelief der Welt. Stone Mountain ist etwa eine halbe Stunde von uns entfernt.










Montag, 12. November 2007

Kleine Zeitreise


Letzte Woche Dienstag war ich mit Sandra im Atlanta History Center.
Wer sich jetzt fragt, wer Sandra ist: Sandra ist ein Intern aus Deutschland, die bei uns im Banquet arbeitet und mitlerweile ziemlich genau ein Jahr in Atlanta ist. Außerdem sind wir seit einigen Wochen zusammen... =)
Zurück zum Thema: Dienstag hatten wir zusammen frei und nachdem wir uns den Kopf zerbrochen haben, was wir denn fieses anstellen können, haben wir uns schließlich für etwas Kultur entschieden und sind ins Atlanta History Center gefahren.
Hoert sich vieleicht nicht so spannend an, war aber ziemlich cool.
Zuerst haben wir eine kleine, exclusive Fuehrung durch die Tullie Smith Farm bekommen, die aus den 1840ern stammt und die fast komplette Zerstoerung Atlantas, im Jahr 1864, ueberstanden hat.
Danach haben wir die Gaerten und Waldpfaede des History Centers erkundet und anschliessend an einer Audiotour durch das Swan House teilgenommen. Das Swan House ist eine echt schoene und eindrucksvolle Villa aus den 1920ern, die originalgetreu eingerichtet ist.
Das alles bei perfektem Herbstwetter mit etwa 17°C und strahlend, blauen Himmel. War auf jeden Fall super interessant, mal zu sehen, wie man hier frueher gelebt hat und hat echt spass gemacht. Bevor ich jetzt aber anfange, euch zu langweilen, poste ich einfach mal ein par Bilder von dem Tag:











Am Samstag sind Benni und Vanessa, Freunde von mir aus Deutschland, in Atlanta angekommen. Die beiden sind fuer eine Woche hier und wohnen so lange im Marriott Renaissance Hotel in Downtown.
Morgen hat Vanessa Geburtstag und deshalb werden wir heut Abend irgendwo in Buckhead, dem Ausgehviertel von Atlanta, reinfeiern.

...wie gut, dass ich jetzt erstmal zwei Tage frei habe!! ;)

Samstag, 3. November 2007

Die grosse Dürre

Da ich nicht weiß, wie viel man in Deutschland davon bisher mitbekommen hat, schreib ich mal einen kleinen Bericht über die grosse Dürre, die hier aktuell herrscht:
Zur Zeit gibt es hier, im Südosten der USA, die extremste Dürreperiode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, was zu schweren Problemen in der Wasserversorgung führt. Die Betroffenen Staaten haben schon vor einiger Zeit Regulierungen angeordnet. Hier in Georgia wurden alle staatlichen Einrichtungen angehalten, ihren Wasserverbrauch um 10 bis 15 Prozent zu reduzieren. Behördenautos sollen nicht mehr gewaschen werden. In den Kantinen wird das Geschirr durch Pappteller ersetzt, um Abwaschwasser zu sparen. Und Häftlinge dürfen sich nur noch einmal am Tag kurz duschen. Fontänen, von denen es hier nicht gerade wenig gibt, sind abgestellt und es ist verboten, Pflanzen im Garten zu gießen. In Restaurants darf den Gästen nicht mehr ungefragt Wasser nachgeschenkt werden.
Die Wasservorräte in Georgia sind nahezu aufgebraucht. Der Lake Lanier, der sich nordwestlich von Atlanta befindet und die über vier Millionen Metropole mit Wasser versorgt, soll in zwei bis drei Monaten ausgetrocknet sein.

Für uns hat das zur Zeit noch keine großen Auswirkungen. Man freut sich eher über das tolle Wetter und den täglich strahlend blauen Himmel, als dass man sich Gedanken über das Wasser macht.

Hier noch ein interessantes Video, um sich mal einen Eindruck von der Lage zu verschaffen:

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Lang, lang ist es her...

...seitdem ich das letzte mal etwas hier geposted habe! Etwa sechs Wochen, um genau zu sein. Und die sind dermaßen schnell umgegangen, dass es schon fast Angst macht! Noch ein par Tage und ich bin seit drei Monaten in Atlanta!

Mit der Arbeit läufts zur Zeit echt gut. Nachdem ich von der Nachtschicht in die Tagschicht gewechselt bin, ist einer unserer Bellmans zurück nach Florida gegangen und das hieß, dass wir nur noch zwei hatten, was viel zu wenig ist. Also bin ich an den Bellstand gewechselt, um den beiden übrig gebliebenen für einige Wochen auszuhelfen. Es war zwar überhaupt nicht vorgesehen, dass ich während meiner Zeit hier als Bellman arbeite, aber schaden kann es ja nicht, dachte ich mir!
Der Bellstand befindet sich draußen vorm Eingangsbereich des Hotels, dort wo die Gäste mit ihren Autos vorfahren können, um ihr Gepäck auszuladen. Meine Aufgabe ist es, den Gästen mit ihrem Gepäck zu helfen, sie freundlich zu begrüßen, directions und Empfehlungen für Restaurants etc. zu geben oder mich einfach nett mit ihnen zu unterhalten. Außerdem fahre ich noch den Hotelshuttle, einen kleinen Bus für bis zu 10 Personen, den unsere Gäste frei benutzen können. Wir bedienen einen Radius von 5 Meilen um das Hotel und ich fahre die Gäste zu Restaurants, zur Mall, zur Oper oder zu diversen Firmen, wie Coca Cola, General Electric usw.
Ein weiterer part ist noch, dass ich dafür zuständig bin, den Gästen Taxis zu rufen, wenn sie zum Flughafen oder nach Downtown usw. müssen. Das läuft hier nen bischen anders als in Deutschland. Statt eines normalen Taxis gibts es hier schwarze Limousinen, Lincoln Towncars. Wir haben eine Liste mit ein par Fahrern, die quasi offiziell für unser Hotel fahren dürfen, die ich dann anrufe. Für jeden Gast, den ich einem Fahrer gebe, bekomme ich eine Provision. Somit kann ich an guten Tagen schonmal 40$ nur durch ein par Anrufe machen. Von den Gästen gibt es natürlich auch noch Trinkgeld.
Die Arbeit als Bellman ist im Moment echt gut, um mich hier einzuleben und macht mir auch spaß, da ich ne Menge Kontakt mit den Gästen habe und mich super viel mit ihnen unterhalte, wozu ich am Front Desk sicherlich nicht so die Chance hätte. Für meine conservation skillz in Englisch auf jeden Fall gut und ich merke definitiv schon Fortschritte mit der Sprache!

Gestern gabs dann noch ne echt coole Nachricht! Mein Front Office Manager und sein Assistent haben mich gestern Abend ins Büro gerufen, weil sie mir einen Vorschlag machen wollten. Sie wollen mich zum Bellcaptain machen, was heißt, dass ich demnächst für das Bell Department zuständig bin. Da das echt ne interessante Herausforderung ist, hab ich natürlich angenommen. Meine erste Aufgabe ist es nun, eine Checklist für die täglich anfallenden Aufgaben zu erarbeiten, damit diese auch wirklich jeden Tag erledigt werden. Ausserdem wollen wir am Arrival Experience (grob übersetzt: Anreise Erlebniss/Erfahrung) arbeiten und solchen simplen, aber sicher mit einiger Arbeit verbundenden Dingen, wie, dass die Bellcarts (Wagen, auf denen das Gepäck transportiert wird) jeden Tag wie frisch poliert aussehen. Mir wurde auf jeden Fall volle Rückendeckung zugesichert und ich darf mir sogar aussuchen, in welcher Schicht ich arbeiten möchte. Bis zum nächsten Frühjahr wird das dann erstmal mein Aufgabenbereich sein, worauf ich mich echt freue, bis ich dann zurück ans Front Desk wechsle. Wird auf jeden Fall ne super Erfahrung!

Seit etwa drei Wochen habe ich nun auch endlich ein Auto! Ich habe mir einen 94er Honda Civic gekauft. Gelaufen hat er 160.000 Meilen, was für nen Honda kein Thema ist und das Auto ist in nem super Zustand. Gekauft hab ich es von nem Dealer, der vorher noch einiges an Arbeit reingesteckt hat. Wenn alles gut läuft, dürfte ich mit dem Auto in den nächsten 15 Monaten keine großen Probleme bekommen. Außerdem hat es alles, was man in den USA braucht, um entspannt über die sechsspurigen Highways zu cruisen: Automatik, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, elektrisches Glasschiebedach, Cruise Controll (Tempomat), Zentralverrieglung und natürlich Getränkehalter! =)
Mit nem Auto lebt es sich hier echt um einiges angenehmer, da in Atlanta eigentlich ohne gar nichts geht... Ich spare alleine schon etwa 1 1/2 std. täglich, da ich statt in 35 min. zu Fuß nun in drei Minuten beim Hotel bin und mich schon direkt zu Hause für die Arbeit umziehen kann.
Hier mal zwei Fotos von meinem Civic:




Ansonsten hab ich mich hier schon voll eingelebt. Ich hab nun nen Auto, mit der Arbeit gehts Bergauf und privat läufts im Moment auch echt super! Langeweile kommt sehr selten auf, weil eigentlich immer irgendwo etwas los ist.

Sorry an alle, die über das Kontaktformular versucht haben, sich mit mir auszutauschen und noch keine Antwort bekommen haben! Bin leider noch nicht dazu gekommen, allen zu antworten, werde das aber noch nachholen!

So...heute Abend steht noch ein gemütliches Beieinander an und ich muss noch los, ein par Getränke besorgen...

Bis dahin...

Montag, 3. September 2007

Turners Field: Atlanta Braves vs. New York Mets



Gestern war ich das erste mal bei einem Baseball Game. Die Atlanta Braves haben zu Hause gegen die New York Mets gespielt. Am Freitag hatten die Braves schon das erste Match gegen die Mets (man spielt hier immer drei Tage in Folge) und 1:7 verloren. Beide Teams spielen in der National Leage, Division East, in der ausserdem noch die Phiadelphia Phillies, die Florida Marlins und die Washington Nationals spielen. Die Braves sind zur Zeit dritter und New York erster.

Nachdem ich mich morgens erst nochmals mit den Regeln vertraut gemacht habe, sind wir gegen zwei hier losgefahren und waren gegen halb drei am Stadion. Das Stadion ist echt geil! Es fasst knapp 50.000 Zuschauer und man schaut vom Stadion aus direkt auf die Skyline. Das Spiel an sich hat etwa 2 1/2 Stunden gedauert und wenn dann mal etwas passiert, ist es echt ineressant zuzuschauen. Die Regeln hat man eigentlich recht schnell drin. Was aber ehrlich gesagt am meisten Spaß gemacht hat, ist die geile Stimmung und das drumherum. Nach jedem Wechsel von Defence und Offence, sowie nach jedem Inning gibt es Musik, oder irgendwelche Spiele mit den Zuschauern. So gibt es z.B. die Kissing Cam, die Smile Cam, die Dance Cam usw., bei denen Zuschauer im Stadion gefilmt werden und jeder sie dann auf der riesen Leinwand küssen, vor freude strahlen oder tanzen sehen kann. Auch sehr gefallen hat mir der "Braves Tomahawk Chop", eine Art indianischer Kriegssong, bei dem alle Braves Fans ihren Arm auf und ab bewegen, als ob sie ein Tomahawk schwingen. Leider hat selbst das den Braves gestern nicht geholfen und es war nicht allzu viel gegen die Mets zu reißen, die drei Homeruns geschlagen und insgesamt mit 1:5 gewonnen haben. Es waren zwar durchaus Chancen da, aber das letzte Quentchen hat dann doch immer gefehlt!

Ich möchte auf jedenfall noch zu dem ein oder anderen Spiel hingehen und das nächste mal gerne Abends, bei Flutlich, mit der Skyline bei Nacht im Hintergrund. Unser Ticket gestern hat 19$ gekostet und für 25$ bekommt man schon ein all you can eat Ticket, mit unbegrenzten Hot Dogs usw., das wäre auch noch eine Überlegung wert! Vieleicht wird aus mir sogar ein richtiger Braves Fan, mal sehen! ;)

Nach dem Spiel waren wir noch in Midtown im Roxx, wo wir draussen saßen und in netter Runde sehr gute Wings, Burger und Bier, bei angenehmen Temperaturen verzehrt haben. Alles in allem war das gestern nen echt angenehrmer und spaßiger Tag, mit einem Programm, wie es amerikanischer nicht hätte sein können! ;)

Ich habe einige Fotos und Videos gemacht. Hier nun zuerst die Fotos und dann die Videos, die ich zu einem zusammen geschnitten habe:

Doreen, Jonas, Ich und Sandra mit Turners Field im Hintergrund:



Der Eingang:



Im Stadion:













Weg aus dem Stadion raus:





Nach dem Spiel im Roxx, von links: Ellen, Priska, Jonas, Marcel, Ich, Doreen, Sandra, Robert



Und last but not least, das Video: